Hegering Kaub - Hegringleiter: Daniel Laubach
Hightech im Revier: Wärmebildtechnik zwischen Tradition und Fortschritt
Wärmebildgeräte gehören mittlerweile zum Standardrepertoire vieler Jäger. Doch was macht die technische Qualität wirklich aus und wie lässt sich der Einsatz dieser Technik mit den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit vereinbaren? Um diese Fragen zu klären, lud der Hegering Kaub im Januar Stefan Bode-Kirchhoff von Nocpix als Experten zu einem Infoabend ein.
Über 30 interessierte Jägerinnen und Jäger erhielten einen fundierten Überblick über die technischen Parameter moderner Geräte. Bode-Kirchhoff erläuterte praxisnah, wie sich Sensorauflösung und thermische Empfindlichkeit auf die Darstellung im Revier auswirken. Damit die Theorie nicht trocken blieb, standen zahlreiche Hand- und Vorsatzgeräte verschiedener Leistungsklassen zum ausführlichen Testen bereit.
Sicherheit durch Präzision:
Ein zentraler Punkt des Abends war der enorme Sicherheitsgewinn: Die heutige Abbildungsqualität ist so hoch, dass sich beispielsweise säugende Bachen und Keiler selbst auf größere Distanz sicher unterscheiden lassen. Die Gefahr von folgenschweren Fehlabschüssen wird dadurch drastisch reduziert. Die Botschaft des Referenten war dabei eindeutig: „Wärmebildgeräte sollen das Ansprechen verbessern und die verantwortungsvolle, waidgerechte Jagd unterstützen!“
Technik unter Generalverdacht:
Die aktuelle Skepsis gegenüber der digitalen Aufrüstung ist dabei kein neues Phänomen. Ähnlich wie bei der Einführung von Zielfernrohren, Leuchtpunkten oder Schalldämpfern regte sich anfangs oft Widerstand. Was heute jagdlicher Standard ist, wurde einst als „unwaidmännisch“ oder als unfairer Vorteil verteufelt. Doch die Geschichte lehrt: Jede dieser Neuerungen setzte sich durch, weil sie letztlich die Präzision erhöhte und Tierleid vermied. Wärmebildgeräte stehen heute an einem ähnlichen Wendepunkt – sie verändern nicht das Handwerk, sondern minimieren das Risiko von Irrtümern in der Dunkelheit.
Fazit:
Die kritische Auseinandersetzung im Hegering zeigte: Technik ersetzt nicht die jagdliche Ethik, sondern ergänzt sie. Wer Wild präziser anspricht, handelt im Sinne des Tierschutzes. Am Ende ist es nicht der Sensor, der über die Waidgerechtigkeit entscheidet, sondern stets der Jäger, der das Gerät verantwortungsbewusst einsetzt.
aktualisiert 05.02.2026
Einladung zur Hegeringversammlung am 07.03.2026 um 20 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr) im Gemeindehaus Rettershain, Bergstraße 10
Liebe Jägerinnen und Jäger,
liebe Bürgermeister und Ehrengäste,
hiermit laden wir zur Hegeringversammlung und Trophäenschau mit der folgenden Tagesordnung ein:
- Begrüßung durch Hegeringleitung und die Bläsergruppe Hubertus
- Totenehrung
- Bericht der Hegeringleitung
- Bestätigung Hegeringleiter / Stellvertreter
- Bericht des Vorsitzenden der Rotwildhegegemeinschaft Kaub-Taunus
- Ansprache des Kreisjagdmeisters
- Mitteilungen durch die Kreisgruppenvorsitzende
- Besprechung der Trophäen
- Medaillenvergabe für die stärksten Stücke und Verblasen der Strecke
- Verschiedenes
Von der Hegeringversammlung veranstaltet die Rotwildhegegemeinschaft von 17 bis 19 Uhr ihre jährliche Versammlung, deshalb bitten wir die Einlasszeit ab frühestens 19 Uhr zu beachten.
Der Aufbau findet am 06.03.2026 ab 18 Uhr statt, helfende Hände sind wie immer willkommen. Auszustellende Trophäen von Rot-/Muffel-/Schwarz- und Rehwild können beim Aufbau im Gemeindehaus abgegeben werden. Alle Trophäen (mit Unterkiefer) sind mit Anhängern und Aufhängern zu versehen.
Mit waidmännischen Grüßen
Daniel Laubach
Reinhard Kelterbaum
Hegeringversammlung 2025
Bei der Hegeringversammlung am 15.02.2025 hat Anna-Lena Semmler aus persönlichen Gründen ihr Amt als Hegeringleiterin niedergelegt. Als neuer Leiter des Hegerings wurde Daniel Laubach aus Dörscheid einstimmig gewählt. Reinhard Kelterbaum wird seine Funktion als Stellvertreter weiter ausüben. Wie immer wurden viele eindrucksvolle Trophäen ausgestellt, die besten wurden prämiert.