Kundgebung der Kreisgruppe Rhein-Lahn

aktualisiert am 03.07.2025

 
Am 12. Juni 2025 folgten 120 Jägerinnen und Jäger dem Aufruf zur Kundgebung vor dem Kreishaus Bad Ems im Rahmen der Protestwoche des LJVs.
Die Jagdhornbläser eröffneten die Veranstaltung in eindrucksvoller Manier. Angela Warkentin begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie die Vertreter der kommunalen Politik und dankte für ihr Kommen.
Zusammengefasst wurden die Kritikpunkte am 3. Entwurf des Landesjagdgesetzes nochmals erläutert und Warkentin wies hier eindringlich auf die möglichen Konsequenzen hin, wenn Jägerinnen und Jäger ihr freiwilliges Engagement und die ehrenamtlichen Tätigkeiten für Natur, Wald, Wild und die Gesellschaft einstellen würden. Auch der Stadtbürgermeister von Bad Ems, Oliver Krügel, betonte die hervorragende Zusammenarbeit in den Städten und Gemeinden sowie die gegenseitige Wertschätzung. Gleichzeitig berichtete er von einem Gespräch im Vorfeld zu dieser Veranstaltung mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Gordon Schnieder, der ihm versicherte, dass wenn die CDU in Regierungsverantwortung komme, sie dieses Gesetz zurücknimmt.
Martin Buschfort, Vorsitzender der Rotwildhegegemeinschaft Kaub/Taunus erinnerte an die Geschichte der Hegegemeinschaften und den damaligen Bürokratieabbau, den man damit erreicht hatte. Umso unverständlicher, dass diese Institutionen nun aufgelöst werden sollen und wieder ein „Bürokratiemonster“ geschaffen werde, das auch Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehr belaste.
Weitere Rednerinnen und Redner erhielten das Wort. So z.B. Christa Klamp, die berichtete seit 30 Jahren SPD-Mitglied zu sein und jetzt austrat, weil sie das Verhalten „ihrer“ Partei nicht länger mittragen könne. Gleichzeitig zeigte sie sich enttäuscht und verärgert, weil kein/keine Vertreter/in der SPD an dieser Veranstaltung teilnahm.  Dr. Heinz Gemmer berichtete, sich den Koalitionsvertrag mit über 160 Seiten durchgelesen zu haben und lediglich auf einer halben Seite etwas zum Landesjagdgesetz fand. Im Wortlaut hieß es dort, dass lediglich evaluiert werde. Von einem neuen Gesetzesentwurf: keine Rede.
Warkentin bedankte sich bei allen Anwesenden und warb für die Teilnahme an der Großdemo in Mainz. Unter großem Beifall und zünftigen Jagdhornklängen endete eine gelungene Kundgebung in Bad Ems.
 
Foto: Rüdiger Klotz

Der Vorstand informiert:


Nachweis der Tollwutfreiheit – Früherkennung in der Wildtierpopulation Untersuchungen auf Tollwut im Jahr 2025

Beitrag vom 18.10.2024


Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität weißt darauf hin:

zum Nachweis der Tollwutfreiheit und zur Früherkennung einer Infektion in der Wildtierpopulation fordert das EU-Tiergesundheitsrecht  in Verbindung mit der Tollwut Verordnung eine Untersuchung aller Indikatortiere. Die entscheidenden Indikatortiere für die Zoonose Tollwut sind verendete (auch durch einen Unfall verendete) sowie kranke, verhaltensgestörte, abgekommene oder sonst auffällig erlegte, wildlebende Füchse, Marderhunde und Waschbären. 

Der Fuchs, je nach Region auch der Marderhund oder Waschbär, stellt das natürliche Reservoir für terrestrische Tollwut dar. Bei ihnen kommt eine Infektion mit dem Tollwutvirus mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit vor als bei anderen Wildtieren. Das Monitoring gilt landesweit und unabhängig vom Alter der genannten drei Tierarten. 
Die Jagdausübungsberechtigten sind verpflichtet (§ 3a Satz 2 Tollwut-VO), alle verendet aufgefundenen (gerade auch die verunfallten) sowie kranke, abgekommene, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige erlegte wildlebende Füchse, Marderhunde 
und Waschbären nach näherer Anweisung der für den Fundort örtlich zuständigen Kreisverwaltung oder dem Landesuntersuchungsamt (LUA), Institut für Tierseuchendiagnostik, Blücherstr. 34, 56073 Koblenz zuzuleiten. Mit dem Tier sind die entsprechenden Angaben auf dem „Antrag zur Untersuchung auf Tollwut“ mitzuteilen

Für die Untersuchung ist der gesamte Tierkörper im Balg einzusenden. 

Die Kreisverwaltungen haben Indikatortiere weiter an das LUA zu senden (§ 3a Satz 1 
der Tollwut-VO). Um eine korrekte Zuordnung zu gewährleisten ist sicherzustellen, dass 
die eingesandten Indikatortiere aus dem einsendenden Landkreis stammen. Die Maßnahmen zur Abklärung eines Tollwutverdachtes bei sonstigen Haus- und Wildtieren gelten weiterhin. 

Alle Untersuchungen auf Tollwut finden für Rheinland-Pfalz im LUA statt. Alle zur Untersuchung auf Tollwut eingesandten Tiere werden virologisch auf das Tollwutvirus 
untersucht. Vom Untersuchungsergebnis werden der Einsender und die zuständige 
Kreisverwaltung unterrichtet. Die Kosten der Tollwutuntersuchung der Indikatortiere 
trägt das Land. 

Dem Jagdausübungsberechtigten wird je anerkanntem Indikatortier eine pauschale 
Entschädigung für den Aufwand des Einsammelns, des vorschriftsmäßigen Verpackens, des Ausfüllens des Probenbegleitscheins und des Versendens / Transportierens eines Tierkörpers in Höhe von 50 Euro bezahlt. Die Indikatortiere sind zeitnah nach dem Auffinden oder Erlegen an das LUA zu senden, denn nur so kann das Wiederauftreten der Tollwut früh erkannt werden. Aus diesem Grund gilt die Entschädigungsfähigkeit für Füchse, Marderhunde und Waschbären auch maximal für einen Monat nach dem Auffinden oder Erlegen. Im Falle einer direkten Anlieferung des Tieres an das LUA, sollte der Jagdausübungsberechtigte die zuständige Kreisverwaltung darüber in Kenntnis setzen. 

Wird ein Indikatortier im befriedeten Gebiet erlegt oder gefunden, kann der Einsender 
für die Einsendung des Tierkörpers samt Probenbegleitschein an das LUA ebenfalls 
eine Entschädigung erhalten. 

Das LUA entscheidet zeitnah gemäß den oben genannten Kriterien über die Entschädigungsfähigkeit der Indikatortiere. Die Kreisverwaltungen erhalten vom LUA halbjährlich eine Auflistung der Indikatortiere. 

Die Veterinärämter werden gebeten, die allgemeinen Ordnungsbehörden in ihrem Zuständigkeitsbereich entsprechend zu informieren. 

Sichtungen und Risse von Großkarnivoren melden!


In den letzten Monaten häufen sich die Sichtungen von Wölfen im Kreisgebiet deutlich. Auch Risse von Nutz- und Wildtieren kommen vermehrt vor. Sichtungen und Risse von Luchsen sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Der Vorstand der Kreisgruppe weißt darauf hin, dass Sichtungen - bestenfalls mit einem fotografischen Nachweis - und und Risse von Großkarnivoren innerhalb von 24 Stunden an das Koordinierungszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) unter der 06306/911199 oder der 06131/884268199 sowie per Mail an [email protected] gemeldet werden sollten. Die Hotline ist 24/7 erreichbar.

Eine Beprobung der Tierkörper wird durch die KLUWO organisiert und durch beauftragte Personen ausgeführt.
Damit es nicht zur Kontamination der Tierkörper kommt, die eine anschließende Beprobung schwierig oder gar unmöglich machen, wird darum gebeten, die Tierkörper nicht zu berühren oder örtlich zu verändern.

Dies gilt besonders bei Tierkörpern von Nutztieren. Hier kann nur bei ordnungsgemäßem Vorgehen später eine Ausgleichsleistung gezahlt werden.

Informationen zu den Ergebnissen der durchgeführten Untersuchungen werden auf der Homepage der KLUWO www.fawf.wald.rlp.de unter der Rubrik „Wolfsnachweise“ veröffentlicht.